In Goslar zeigt er Werke, die Distanz schaffen Seit dem Auftritt von Christo hat keine Werkschau in Goslar solch ein Aufsehen erregt. Dieter Nuhr stellt dort aus unter dem Titel „Du denkst an durchfahrene Länder“. Es geht um Menschen und Landschaft, denen der Mann vom Niederrhein auf seinen Reisen um die Welt begegnet ist. Zur Vernissage am 21. Juli war der Garten im Mönchehaus Museum bis auf den wirklich allerletzten Platz belegt. Direktorin Bettina Ruhrberg und Dieter Nuhr machten im Einführungsgespräch deutlich, dass man den Kabarettisten und Künstler voneinander trennen sollte, auch wenn es nicht immer gelingt. Schließlich geht es um zwei Seiten derselben Person. Dieter Nuhr begann sein Studium als Kunstlehrer 1981 an der Folkwangschule in Essen. Er wollte Künstler werden, sein Vater bestand auf den Lehrer. ein typischer Kompromiss für die alte Bundesrepublik der 70-er und 80-er Jahre. Dass er dann Kabarettist geworden ist, bezeichnete er als Unfall und dann als Glücksfa...
Nicht immer von Etikett auf den Inhalt schließen, man sollte weiterdenken. Zumindest, wenn es um Kunst. In der Ausstellung „Expressive Überraschungen“ im Kunsthaus Meyenburg geht es nicht nur um die Maler und Malerinnen des Expressionismus und ihre Werke, betont Kuratorin Susanne Hinsching. Es gehe auch um den Ausdruck von Gefühlen und subjektive Ansichten, so die Meyenburg-Chefin weiter. Die erste Überraschung ist die Vielfalt. Expressionismus und gefühlsbetontes Malen ist keine deutsche Errungenschaft. Hinsching nennt van Gogh und Munk als die Väter dieser Stilrichtung. Lange bevor sich in Dresden die Brücken-Künstler zusammengetan haben, hatten der Niederländer und der Norweger alle Ingredienzien gefunden, die später den Expressionismus ergaben. Wann genau die Geschichte der gefühlsbetonten, der expressiven Kunst begann, lässt nicht mehr feststellen. Mammutschau im Kunsthaus Die aktuelle Ausstellung im Kunsthaus ist eine Mammutschau. Zu sehen gibt es 150 Werke von 90 Künstlern ...