In Goslar zeigt er Werke, die Distanz schaffen Seit dem Auftritt von Christo hat keine Werkschau in Goslar solch ein Aufsehen erregt. Dieter Nuhr stellt dort aus unter dem Titel „Du denkst an durchfahrene Länder“. Es geht um Menschen und Landschaft, denen der Mann vom Niederrhein auf seinen Reisen um die Welt begegnet ist. Zur Vernissage am 21. Juli war der Garten im Mönchehaus Museum bis auf den wirklich allerletzten Platz belegt. Direktorin Bettina Ruhrberg und Dieter Nuhr machten im Einführungsgespräch deutlich, dass man den Kabarettisten und Künstler voneinander trennen sollte, auch wenn es nicht immer gelingt. Schließlich geht es um zwei Seiten derselben Person. Dieter Nuhr begann sein Studium als Kunstlehrer 1981 an der Folkwangschule in Essen. Er wollte Künstler werden, sein Vater bestand auf den Lehrer. ein typischer Kompromiss für die alte Bundesrepublik der 70-er und 80-er Jahre. Dass er dann Kabarettist geworden ist, bezeichnete er als Unfall und dann als Glücksfa...
Wenn man ins Theater geht, um tänzerische Appetithäppchen für die anlaufende Spielzeit zu genießen und landet in einer Talkshow mit mittelmäßigen Moderatoren, dann war man in der Ballettgala im Theater Nordhausen. Aber zum Glück wurde an diesem Abend doch noch getanzt. Handgestoppt lag der GT-Koeffizient, also das Verhältnis von Wortbeiträgen zu Choreografien, bei ziemlich genau 7,5:1. Anders formuliert: Auf zwei Minuten Tanz kamen 15 Minuten Geplauder. Ein eindeutiges Missverhältnis, das sich gleich zu Beginn Bahn brach und im Laufe des Abend nicht wirklich besser wurde. Nach der sehr kurzen Choreografie „Games of Shadows“, getanzt von Elizeveta Malova, dauerte es zwanzig Minuten, bis Szymon Walawender und Guiseppe Iodice zur Uraufführung ihrer eigenen Choreografie „Hidden Figures“, eines Parallelogramms mit Musik und Tanz, schreiten durften. Die kann man mit ihrem feinsinnigen Humor und dem Finden zweier Gleichgesinnter im Schatten durchaus als Entschädigung für die lange Warteze...