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Posts mit dem Label "Familie" werden angezeigt.

Aus der Dampflok einen ICE gemacht

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer im Deutschen Theater Göttingen Es ist durchaus ein Wagnis, dieses Werk auf die Bühne zu bringen. Schließlich hat jeder die Bilder der Augsburger Puppenkisten vor dem Erwartungshorizont. Das Deutsche Theater Göttingen hat das Wagnis aber auf sich genommen. Sein Familienstück funktioniert, weil es sich von der televisionären Vorlage abgrenzt. Es ist ein Wagnis im doppelten Sinn. Auch der härteste aller Kritiker will mal den Jim und den Lukas live sehen. Trotz seines hohen Alters von fast 13 Jahren und der einstudierten Coolness eines Pubertiers will er einen Blick auf eines der schönsten Werke deutscher Jugendliteratur wagen. Als der Vorhang sich hebt, verzaubert bereits der erste Anblick und die Musik von Michael Frei hat das Publikum schon vorbereitet. Es gibt Pop statt Volksmusik. Niemand singt das Lied von der Insel mit zwei Bergen und das ist auch ganz gut so. Die Inszenierung von Katharina Ramser macht sich so weit es geht frei von ...

Eine Schublade voller Träume

Domfestspiele 2018: Abheben mit Peter Pan Die Antworten auf die Fragen, was witzig und was sehenswert ist, kann die Generationen spalten. Nicht so beim Familienstück der Gandersheimer Domfestspiele 2018. Peter Pan in der Inszenierung von Sarah Speiser lässt Große träumen und Kleine wachsen. Es ist ein komplettes Werk, dass nicht  nur die Sonnenseiten zeigt. Neid und Missgunst werden nicht ausgespart. Aber es ist vor allem der Kinderzimmer-Charme, der diese Inszenierung so zauberhaft macht. Das Ausstattung von Karen Briem und Sandra Becker wirkt, als wäre sie gerade eben erst entstanden, als wäre hier eine ganze Menge kindlicher Fantasie am Werke gewesen. Alles, was es braucht, ist ein wenig Vertrauen, Zuversicht, ein bisschen Feenstaub und ein wenig Mobiliar. "Mach die Schublade mit deinen Träumen auf, lass sie raus und bau' mit dem Küchentisch ein Piratenschiff". So lautet die Botschaft. Der härteste aller Kritiker ist wieder Zuhause.  Alle Fotos: Kügler ...

Zwei gegen die ganze Hexenwelt

"Die kleine Hexe" bei den Gandersheimer Domfestspielen Familientheater soll vor allem eins machen, nämlich Spaß. "Die kleine Hexe" bei den Gandersheimer Domfestspielen erfüllt diese Anforderung. Selbst der härteste Kritiker der Welt ist zufrieden mit der Inszenierung von Sarah Speiser. Er ist ein wenig in die Jahre gekommen, der Kritiker. Immerhin kann er auf 11 Lebensjahr und vier Jahre Erfahrung als härtester aller Kritiker bauen. Damit fühlt er sich am oberen Ende der hexentauglichen Skala angekommen. Dennoch war er schnell bereit, dass diesjährige Familienstück der Domfestspiele zu bewerten: 4 von 5 Sternen hat er vergeben. Das liegt am oberen Ende seiner bisherigen Bewertungen. Für 5 von 5 Sternen braucht es wohl Eis-Service am Sitzplatz. Der härteste aller Kritiker ist zurück an alter Wirkungsstätte. Alle Fotos: Kügler Aber was hat den härtesten aller Kritiker überzeugt? Es ist wohl die Mischung aus traditioneller Erzählweise und modernem Erzähltempo...

Ein Märchen, das wirklich rockt

Das Familienstück “EselHundKatzeHahn” eröffnete am Samstag die Domfestspiele Bei dieser Inszenierung steppen sogar die Hühner. Mit dem Ausreißerstück “EselHundeKatzeHahn” startete am Samstag der Spielbetrieb bei den 57. Domfestspielen und alle hatten ihre Spaß dabei. Sogar der härteste aller Kritiker. Auch er stimmte in den donnernden Applaus mit ein. Der härteste aller Kritiker? Eine kurze Anmerkung: Der härteste aller Kritiker ist 9 Jahre alt, theateraffin, theatererprobt und gelegentlich altklug. Von Zeit zu Zeit begleitet er seinen schreibenden Vater, wenn es um ein fachkundiges Urteil zum Kinder- und Jugendtheater geht. Seit dem gestiefelten Kater 2013 ist er bekennender Fan der Gandersheimer Domfestspiel und am Samstag ist diese Zuneigung weiter gewachsen. “Das ist das beste Stück, dass ich hier bisher gesehen”, ordnete er die Inszenierung in seinen Erfahrungsschatz ein. Der härteste aller Kritiker in seinem Lieblings- theater. Alle Fotos: tok Mit “EselHundKatzeHahn” wa...

Achtung Abenteuer, ich komme

Ronja Räubertochter als komplettes Stück bei den Domfestspielen Es wird gestritten, geliebt, gekämpft und gezittert. Es wird geschrien, geflüstert, gepupst, gesungen und geweint. Mit seiner Inszenierung von Lindgrens Kinderbuchklassiker "Ronja Räubertochter" zeigt Max Merker gewissermaßen eine Kindheit im Zeitraffer-Tempo, von der Geburt bis zur Adoleszens. Die Livemusik von Dominik Dittrich unterstreicht den lebensfrohen Grundton. Eine riesige Burg aus Getränkekisten bestimmt das Bühnenbild von Martin Dolnik . Der härteste Kritiker von allen ( siehe hier ) kommentiert nur kurz: "Die müssen aber viel getrunken haben". Die Burg ist seit Generationen die Heimat der Mattis-Räuberbande. Hier fühlen sich der Räuberhauptmann und seine Männer sicher. Hier erwarten sie die Geburt des Mattis-Kinds, des zukünftigen Räuberhauptmann. Das dies ein Mädchen ist, das tut der Räubersache keinen Abbruch. Gleich ist das Räuberkind da.  Fotos: Hillebrecht Seit dem Theater Rot...

Kater + Stiefel = Magie

Dieser gestiefelte Kater will nicht nur spielen Anne Spaeter macht zum Auftakt der Gandersheimer Domfestspiele aus dem Grimm-Märchen eine Komödie über Chancen, Trottel und Freunde. Prolog Seit den Tagen des seligen "Northeim - Das Festival", jenem legendären Kinder- und Jugentheaterfestivals, hatte ich mit Theater für ein jüngeres Publikum nicht mehr viel zu tun. Um den Kompetenzverlust auszugleichen nahm ich einen erbarmungslosen Fachmann mit: Tammo, sieben Jahre alt, selbst theatererprobt und mein Sohn. Sein Urteil sollte für mich den Ausschlag geben, das war die Grundidee unseres gemeinsamen Besuch der Kater-Premiere bei den Gandersheimer Domfestspielen. Ende Prolog Wie man einen fabelhaften Stoff auf die Bühne bringt, ohne sich zwischen den opulenten und scheintoten DEFA-Modell und der Zertrümmerung nach GRIPS-Rote-Grütze-Manier zu zerreiben, dies ist dem Ensemble der Gandersheimer Domfestspiele gelungen. Mit dem Familienstück "Der gestiefelte Kater...