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Ein Abend voller Entdeckungen

Zweites Kaiserpfalzkonzert mit der TfN-Philharmonie Unverhofft kommt nicht allzu oft, wenn aber doch, dann ist es umso schöner. Das ist das Fazit des zweiten Kaiserpfalzkonzert der TfN-Philharmonie in Goslar. Statt Erfahrung und Reputation stand dort Jugendlichkeit und Engagement am Pult. Das Publikum erlebt wohl so etwas wie die Geburt eines Stars. Als Dirigent war für diesen Abend mit Mozart und dem Londoner Bach Reinhard Goebel angekündigt. Als Gründungsmitglied der Musica antiqua Köln ja schon ein Hochkaräter. Doch Goebel musste kurzfristig absagen. Der Ersatzmann Oscar Jockel entpuppte sich als Hauptgewinn. Der 24 Jährige ist ein aufgehender Stern am Dirigentenhimmel. Er sammelt Preis und Auszeichnungen wie andere. Mit Mitte zwanzig ist die Liste seiner Referenzen so umfangreich wie bei Kollegen, die zwanzig Jahre älter sind. In diesem Jahr wir er einer von drei Drigenten beim Beethoven-Festival sein. Alle Fotos: Thomas Kügler Dass alle diese Vorschusslorbeeren ber...

Die Themen Liebe und Barock sind noch lange nicht ausgereizt

Jochen Kowalski und das „Junge Barockorchester Berlin“ beim gemeinsamen Liederabend Als Partner auf Augenhöhe zeigten sich Jochen Kowalski und das „Junge Barockorchester Berlin“ beim gemeinsamen Liederabend am 7. Juni bei den Kreuzgangkonzerten in Walkenried. Aber sie zeigten auch, dass das Thema Barockmusik noch lange nicht ausgereizt ist und das es noch viele musikalische Perle und Schmuckstückchen zu entdecken gibt. Unter dem Titel „Wo die Liebe wohnt“ wurden barocke Liebesarien mit einem der besten Countertenöre der Gegenwart angekündigt. Doch die Ankündigung war zu kurz gegriffen, denn der Liederabend entpuppte sich als Wechselspiel zwischen Gesang undKammermusik mit Partnern auf Augenhöhe, mit einer musikalischen Liebeshochzeit und mit einigen anderen Überraschungen. Die Themen Liebe und Barock sind noch lange nicht ausgereizt. Obwohl Jochen Kowalski seit mehr als 30 Jahren auf den großen wie kleinen Bühnen der Welt steht, hat er immer noch Spaß an dem, was er tut und was e...

Ein Abend mit Musikperlen und Überraschungen

Das Trio "Gerry Getz Chet" und Organist Jörg Ehrenfeuchter jammen in St. Marien Orgel und Saxofon, Jazz und Barock passen zusammen. Sie passen nicht nur zusammen, dies Kombinationen erschließen neue Klangwelt und öffnen ein neues musikalisches Universum. Die Pforte zu diesem neuen Welten stießen am Donnerstag Jörg Ehrenfeuchter und Timo Vollbrecht mit seinem Trio “Gerry Getz Chet” in der St. Marien-Kirchen auf.  Das Publikum macht die Reise mit und wurde mit einem unvergesslichen Abend belohnt. Die Erwartungen an dieses Konzert waren hoch. Schließlich gehören Timo Vollbrecht und Benjamin Attice seit Jahren zu den Nachwuchshoffnungen des deutschen Jazz. Zusammen mit der Sängerin Marie Séférian bilden sie das Trio “Gerry Getz Chet”. Als Vorbilder nennen sie Gerry Mulligan, Stan Getz und Chet Baker. Durch die ungewöhnliche Instrumentierung mit Saxofon und Gitarre und der Verzicht auf eine Rhythmusgruppe erzeugt einen ganz eigenen, filigranen Sound. Dynamik  wird ersetzt d...

Jubilierende Hörner und Violinen im Dialog

Dresdner Kapellsolisten feiern Sommerfest im Kloster Walkenried Sofort sind sie da, die beiden Hörner. Mit enormen Präsenz jubilieren Michael Schneider und Klaus Gayer das Allegro aus Vivalds Concerto per l'orchestra di Dresda und füllen den Kreuzgarten im Kloster mit Klang. Besser kann man einen Sommerabend nicht beginnen. Die Dresdner Kapellsolisten sind wieder zu Gast in Walkenried. Dresdner Klangpracht heißt das Programm und mit diesen Auftritt untermauern sie ihren Anspruch, zu Deutschlands besten Barock-Ensembles zu gehören. Auf die Hörner antwortet das Ensemble. Vivaldis Concerto ist ein Beispiel für barocke Tutti-Solo-Architektur. Neben den Blechbläsern kommen die Violinen, die Oboen und das Fagott zur Geltung. Im zweiten Satz streichelt Susanne Branny die weichen Passgen des Grave aus ihrer Violine, ehe der dritte Satz wieder das lebehafte Tutti feiert. Es gibt keinen besseren Ort für Barockmusik im Landkreis Osterode. Foto:tok Leider ist Guiseppe Torellis Sinfoni...