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Reise an den Sehnsuchtsort

"Bandoneon Glück auf" mit Christian Gerber und Sabrina Ascacibar Tango in der Kraftzentrale des Industriedenkmal Rammelsberg. Kann das funktionieren? Ja, das kann es und zwar wunderbar. Das zeigte die Premiere mit Sabrina Ascacibar, Christian Gerber und Gerd Bauder am Sonntag. Der Reflex funktioniert bei den meisten: Das Bandoneon ist im argentinischen Tango zu Hause. Doch geboren wurde es in Deutschland und war lange Zeit das Instrument der Bergarbeiter im Ruhrgebiet und im Erzgebirge. Erst mit den Auswanderern fand es seinen Weg nach Südamerika. Diese Reise nachzuvollziehen, dass war der Anspruch von Ascacibar und Gerber. Dabei spielte die Richtung nicht so sehr die Rolle. Es ging hin und her zwischen den Kontinenten und es ging nicht nur nach Tango-Land. Sehnsucht, Freud und Leid und ihre musikalische Verarbeitung sind die Konstanten in diesem Programm. Sabrina Ascacibar kann nicht nur Gesang sondern auch Gitarre.    Fotos: Kügler Instrumentenbauer, Seemänner, ...

Ein Konzert, das nie enden dürfte

PKOW und Liv Migdal spielen in Benneckenstein die 8 Jahreszeiten Persönliche Erklärung: Da fährt man in die Berge, um eines seiner Lieblingsstücke zu hören und dann kommt man zurück und hat ein ganz anderes neues Lieblingsstück. Herrlich. Vorspann: Gegensätze und Gemeinsamkeiten, Referenz und Differenz in einem Konzert. Das war die 8 Jahreszeiten des Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode und Stargast Liv Migdal beim Theaternaturfestival. Das Konzert auf der Waldbühne in Benneckenstein war eins von denen, die nie enden dürften oder zumindest doppelt so lang sein müssten. Kleine Besetzung in ungewohnter Sitzordnung. Alle Fotos: Kügler Vivaldis Zyklus "Vier Jahreszeiten" gehört zum kollektiven Gedächtnis der Menschheit. Es soll keine Werk geben, das so oft eingespielt wurde, wie das Werk des Venezianers. Mit den Mittel der Barockmusik ist es ein ganzjährige Klimabeschreibung und dies macht es so eingängig, das das Publikum regelmäßig wetterfühlig wird...

“Dem lieben Herrgott auf die Werkbank kacken”

Dirk Schäfer und das “Trio Total” eröffneten die 57. Domfestspiele Intendant Christian Doll machte am Samstagabend aus seiner Schwärmerei für Dirk Schäfer und seine Musiker keinen Hehl. Aber die 650 Besucher des Eröffnungskonzert der 57. Gandersheimer Domfestspiele taten dies am Ende des Abends. Mit donnernden Applaus und purer Begeisterung wurden die vier Musiker nach dem zweistündigen Auftritt verabschiedet. Unter dem Titel “TangO. Und Edith Piaf” waren Tango und Chansons abgekündigt. Zwei Musikrichtungen, die mancher gern in der Schublade “Abgehakt und besser vergessen” ablegen. Doch Dirk Schäfer und seine Mitstreiter sind seit vielen Jahren mit dieser Kombination erfolgreich unterwegs. Erst im letzten Jahr konnte der Schauspieler aus Kiel mit seinem Jacques-Brel-Programm auf den Stufen der Stiftskirche begeistern. Große Gefühle und große Instrumente standen auf der Bühne. Alle Fotos: tok  Was ist also das Geheimnis seines Erfolgs? Es ist die einzigartige Kom...