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Posts mit dem Label "Schlossfestspiele" werden angezeigt.

Turandot vergibt jede Menge Chancen

 Puccini-Oper wirkt wie Schülertheater Es bleibt dabei. Mit der Oper "Turandot" setzt das Theater Nordhausen den Reigen der belanglosen Aufführungen fort. Dabei bietet doch gerade dieses Werk von Puccini dutzendweise Anknüpfungspunkte zur Jetztzeit. Stattdessen serviert Benjamin Prins eine Ausstattungsoper, der man den Staub von hundert Jahren anmerkt. Puccini gilt als der letzte Vertreter des Verismo, also der italienischen Operntradition, auf der Bühne die gesellschaftliche Realität abzubilden. Aber auch er musste seine "Turandot" in die Vergangenheit und in ein fernes Land verlegen, um Kritik an der Gegenwart zu üben. Immerhin hatten zwei Jahre zuvor die Faschisten die Macht in Italien übernommen. Somit kann man König Timur durchaus als Abbild des entmachteten Viktor Emanuel III. betrachten kann. Nächste Parallele: Wie die Faschisten berufen sich die neuen Opernherrscher auf eine tausendjährige Tradition. Sohn und Vater können vorerst nicht zueinanderfinden.    ...

Amadeus rockt nur zögerlich

Eine bunte Inszenierung: Cosi fan tutte bei den Schlossfestspielen Bunt bis schrill, eine Herausforderung für die Augen, rasant auf alle Fälle, eine Reihe von Highlights, bestimmt gefällig, aber der letzte Schritt zu einer Neuinterpretation fehlt dann doch. So lässt sich die Inszenierung von "Cosi fan tutte" bei den Schlossfestspielen in Sonderhausen zusammenfassen. Angesiedelt ist die Oper in Neapel, Das schlägt sich im Bühnenbild von Birte Wallbaum nieder, nur versteht es kaum einer. Neapel war im 17. und 18. Jahrhundert nicht nur Europas größte, sondern auch reichste Stadt. Um den Reichtum zur Schau zu tragen, fliesten die Neapolitaner ihre Häuser von außen. Deswegen bestimmen die Fayencen das Bühnenbild. Schön ist es, das Geschehen auf einem Präsentierteller zu platzieren. Schließlich werden ja Gefühle zur Schau getragen. Leider verengt es den Raum zusätzlich, so dass kaum mehr möglich ist als " Auftritt - Arie - Abgang". Das hätte den Herrn Mozart sicherl...

Stotterstart bei den Schlossfestspielen

Addams Family in Sondershausen ist vor allem routiniert Acht Monate war der Spielbetrieb des Theater Nordhausen und des Loh-Orchesters lahmgelegt. Bei den Schlossfestspielen in Sondershausen erfolgt mit der Premiere der “Addams Family” am Donnerstag der Neustart. Doch das Musical war ein Stotterstart. Die letzten beiden Spielzeiten fanden im Park vor dem klassizistischen Flügel statt. Nun sind die Festspiele in den Innenhof zurückgekehrt. In seiner Begrüßungsrede freute sich Intendant Daniel Klajner, wieder im Wohnzimmer spielen zu dürfen. Doch mit der Rückkehr in den Schlosshofes ist viel an sommerlicher Atmosphäre verloren gegangen. Konnten die Festspiele 2019 und 2018 mit Weite, Licht und Luftigkeit verzaubern, herrscht nun wieder mittelalterliche Enge. Darunter leidet auch das Bühnenbild von Wolfgang Rauschning. Es wirkt gedrängt und eingequetscht. Vor allem leidet es unter dem Manko, dass der Sitzplatz über den Genuss entscheidet. Wer rechts auf der Tribüne sitzt, dem ist s...