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"Derlei Dinge kann man sich nicht vorstellen"

Dirk Schäfer liest Gogols Nase Die schönsten Blüten der 58. Domfestspiele blühen manchmal im Schatten der Festspielbühne. Ein besondere Knospe brachte Dirk Schäfer am vergangenen Sonnabend zum Blühen. Im Klostercafé Brunshausen las er "Die Nase" von Nikolai Gogol und machte daraus ein Erlebnis für alle Sinne. Nikolai Gogol gehört neben Alexander Puschkin zu den Erneuerern der russischen Literatur in den 1830-er Jahren. Er machte die Satire und die Ironie salonfähig in St. Petersburg und verknüpfte Volksliteratur und Feingeistiges. Die Novelle "Die Nase" ist ein seiner St. Peterburger Geschichten, in denen er die Stützen des zaristischen Russlands karikiert. Doch Gogols Stern verlöschte bald und er starb früh und in geistiger Umnachtung. :  Der Rezitator begrüßt den Stuhl. Alle Fotos: tok "Die Nase" steht zum einen in der Tradition der fantastischen Literatur der russischen Romantik, zum anderen weist mit ihren surrealen Momenten schon weit nach...

Schlag nach bei Shakespeare

Auch außerhalb des Kulturpolygons gibt es sehenswerte Aufführungen. Auf Einladung von Dirk Schäfer war der Harzer Kritiker im Staatstheater Kassel. Hier ist seine Reisebericht. Ein quietschlebendiges Musical im Opernhaus  Beziehungsdramen haben wieder Konjunktur auf deutschen Bühnen. Dass man dies auch auf lebendige, unterhaltsame und gleichzeitig nachdenkliche Weise machen kann, beweist derzeit Tom Ryser mit "Kiss me, Kate" im Kasseler Opernhaus. Seine Inszenierung sprudelt über vor Ideen und Einfällen. Sie lebt von der Begeisterungsfähigkeit des Ensembles und von zwei Hauptdarstellern, die das vorgeschriebenen Katz-und-Maus-Spiel fast zur Perfektion treiben. Das Musical von Cole Porter, Simon und Bella Spewack ist das Paradebeispiel für eine Stück-im-Stück-Konstruktion. Tom Ryser denkt dieses Prinzip so weit zu Ende, dass die Grenzen zwischen Rahmen- und Binnenhandlung für den ungeübten Zuschauer gelegentlich verschwinden. Das Bühnenbild von Mayke Hegger leistet dabe...

Das Herz vom Bier umspült

Jacques-Brel-Abend mit Dirk Schäfer eröffnet die Domfestspiele Die ersten Worte blieben am Eröffnungsabend der 56.Gandersheimer Domfestspiele noch Intendant Christian Doll überlassen. Dann beherrschten Dirk Schäfer und Band die Bühne und das Publikum vor der Stiftskirche. Im Programm "Doch davon nicht genug" haben der Schauspieler und seine Mitmusiker die wichtigsten, schönsten und bekanntesten Chanson von Jacques Brel zusammengetragen. Am Freitagabend zeigte das Quartett, dass die Musikgattung Chanson nichts von ihrem Reiz und ihrer Dramatik eingebüßt hat. Ferdinand von Seebach (Porsaune), Karsten Schnack (Akkordeon) und Dirk Schäfer starten die Reise durch das Brel-Universum. Alle Fotos: tok Nur vier Menschen stehen auf dieser riesigen Bühne vor dem Portal der Stiftskirche und wirken wie Kometen in einem viel zu großen Kosmos. Die Reduzierung, die Konzentration überzeugt als Konzept sehr schnell.Dort wo Brel manches Mal auch auf das große Arrangement, auf das Orc...