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Posts mit dem Label "Humor" werden angezeigt.

Bewährtes eben nur anders verpackt

Jörg Knör zeigt Jahresrückblick Knör ist vielleicht der beste Parodist im deutschsprachigen Raum. Aber er will mehr, er will zum Entertainer reifen. Dass dies nicht immer gelingt, zeigte sein Programm "Das war's mit Stars 2016". Was als humorvoller und satirischer Rückblick auf das Jahr 2016 angekündigt wurde, entpuppte sich streckenweise als Aneinanderreihung bekannter Gags. Keine Frage, Knör ist noch ganz alte Schule. Er kann mit dem Publikum umgehen, er zeigt auch ein wenig Selbstironie und kann über sich selbst lachen. Das geht den jüngeren Kollegen meist ab. Er kann singen und Saxophon und Blockflöte spielen und den Schnellzeichner kann er auch. Er ist wohl auf dem Weg zum Entertainer, zum ganzheitlichen Unterhalter. Jörg Knör als Jörg Knör. Alle Fotos: tok Deswegen ist es so schade, dass in diesem Programm das Motiv "Mit heißer Nadel gestrickt" überall durchscheint. Dies beginnt bereits beim Bühnenbild. Das stammt nämlich zum allergrößten Tei...

Noch ganz alte Schule

Auf Zeitreise mit einem Parodisten  Jörg Knör war in Osterode und es war eine Reise in die gute alte Zeit. Nein, das Programm spiegelt nicht die Vergangenheit wieder. Das ist auf der Höhe der Zeit. Jörg Knör ist der Archaismus, er ist das Relikt aus einer Zeit, als die Menschen, die auf einer Bühne stehen, ihr Handwerk beherrschen mussten und die deswegen auf der Bühne standen, um ihr Publikum zu unterhalten und nicht, um sich selbst zu produzieren. Am Ende der zweieinhalbstündigen Show stand die Gewissheit, dass sich solche Reise immer lohnen. Am Anfang der Liebesbeziehung zwischen Deutschlands bekanntesten Parodisten und den Publikum steht ein Versprecher. Aus Osterode am Harz wird Osterode am Hals, ein Versprecher, der sich als "running gag" durch das gesamte Programm ziehen. Doch die Bewohner der Kreisstadt merken, dass der Mann aus Hamburg weiß, wo er ist. In Zeiten automatisierter Programme und austauschbarer Comedians ist das nicht mehr selbstverständlich. Jörg Knö...

Radetzky an der schönen blauen Donau

Das Bremer Kaffeehaus-Orchester beim Konzert zwischen den Jahren Ist es Pop mit Klassik-Appeal oder ist es Klassik mit Pop-Appeal? Auf alle Fälle bot das Bremer Kaffeehausorchester bei seinem Gastspiel im Kloster Walkenried ein umfangreiches Programm mit vielen Schmunzlern. Ein zufriedenes Publikum dankte mit viel Applaus für den Abend mit hohen Unterhaltungswert. Dabei war der Start durchaus holprig, denn beim Adeste fideles stimmen die Machtverhältnisse im Quintett noch nicht. Johannes Grundhoff galoppiert kraftvoll am Klavier davon, so dass die anderen Mühe haben, ihm zu folgen. Doch schon beim Sleigh Ride von Leroy Anderson fügt sich das Ensemble in Harmonie. Die Querflöte von Klaus Fischer hüpft und tiriliert, dass die kleinen Ponys vor dem Schlitten vor dem geistigen Auge Wirklichkeit werden. Constantin Dorsch bildet dazu mit der Violine die klangliche Ergänzung, die diesem Abend bestimmen wird. Zwei so unterschiedliche Instrumente verschmelzen hier zu einer Einheit, ...

Begeisterung vom ersten Akkord an

Viva Voce macht in Walkenried Lust auf das Fest Am 7. Dezember gastierte die A-Cappella-Formation Viva Voce mit ihrem Programm "Wir schenken uns nix" im Kloster Walkenried. Zum Schluss ergeben sich zwei Möglichkeiten, darüber zu urteilen: eine kurze und knappe Version und eine ausführliche Besprechung. Die kurze und knappe Version Geil,so macht Weihnachten wieder Spaß. Viva Voce hauchen dem Fest wieder Leben ein, frei nach dem Motto, dass Tradition nicht das Hüten der Asche sondern das Bewahren der Flamme ist. Die fnf Franken schauen musikalisch mit einem deutlichen Augenzwinkern auf unser aller Erwartungen und Erinnerungen an das größte Fest des Jahres. Sie amüsieren sich nicht darüber, sie machen es nicht lächerlich, sie schmunzeln und wir mit ihnen. Und dann lachen wir manchmal doch über uns selbst, wenn Basti davon singt, wie schwer es ist, sich an das Versprechen "Wir schenken uns nix" zu halten. Nix ist sicher vor den fünf Franken. Foto: Band Kein ...