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Viel Abwechslung mit nur einem Instrument

Vier Cellisten beim Kammerkonzert im Kunsthaus Wer Piazzolla spielt, kann kein schlechter Mensch sein. Schon gar nicht, wenn´s gleich zweimal Piazzolla ist. Bis es soweit ist, darf das Publikum einige andere Highlights beim Kammerkonzert der vier Cellisten im Kunsthaus Meyenburg erleben. Das Programm ist zweigeteilt. Vor der Pause gibt es bedächtige Romantik, nach der Pause wird es rhythmusbetont. Kein Grund zur Besorgnis: Das Cello schafft das schon. Das Instrument und das Ensemble bringen dafür ausreichend Potential mit. Erst klassisch, .... Den Auftakt macht Joseph Haydn und sein "Divertimento in D-Dur". Dies hat er einst für eben die Besetzung des Abends geschrieben, für vier Celli. Im zweiten Satz ist das Quartett das erste Mal gefordert. Das Allegro di molto verlangt ein präzises Zusammenspiel, damit der Dialog der Instrument funktioniert und er funktioniert. Im Allegretto des anschließenden Menuetts zeigt Sebastian Hennemann, dass ein Cello tanzen und hüpfen kann...

Weitaus mehr als Standard A und Standand B

NDR Ensemble überzeugt mit anderer Sicht auf Gewohntes Das war der Schritt in eine neue Dimension. Die Elphcellisten gastierten zum ersten Mal bei den Walkenrieder Kreuzgangkonzerten. Weil sie eine andere Sicht auf Orchestermusik zeigten, hinterließen die 11 Hanseaten ein begeistertes Publikum. In diesem Ensemble haben sich 2017 elf Musikerinnen und Musiker zusammengefunden, die ansonsten für den NDR die Elbphilharmonie bespielen. Alle bringen das gleiche Instrument mit, nämlich jeweils ein Cello. Da taucht die Frage auf: Wie kann man nur auf die Idee kommen, ein Ensemble zu gründen, das nur aus lauter Stehgeigern besteht. Schließlich ist das Cello nach Vivaldi und Bach in den klassischen Hintergrund geraten. Das Angebot an Literatur für dieses Instrument ist überschaubar und viele zitieren gern Dvorak Sentenz vom unten brummen und oben quietschen. Nach dem Gastspiel in Walkenried muss man die Frag stellen: Warum hat es mehr als 500 Jahre gedauert, bis jemand den Geistesblitz hat...

Musik an einem verzauberten Ort

Die vier Evangcellisten gastieren bei Theaternatur Das Cello gehört zu den Instrument, die am häufigsten unterschätzt werden. Das bewies das Konzert der Evangcellisten beim Theaternatur-Festival. Erst nach zwei Zugaben entließ das Publikum die Musiker von diesem verzauberten Ort. Es ist eine Szenerie so surreal wie ein Film von Bunuel. Mitten zwischen hohen Fichten steht eine Bühne, darauf vier Notenständer und vier weiße Stühle. Eine weiße Wand blockiert den Blick ins Dunkelgrüne und lenkt die Aufmerksamkeit ganz auf die Musiker. Ein Quartett mit Kammermusik ist der Ausdruck häuslichen und heimischen Musikgenuss.Dies nun in die Natur zu verlegen, baut einen Kontrast auf, der diesen Ort verzaubert Eine Szenerie wie bei Luis Bunuel: Celli mitten im Wald.     Alle Fotos: Kügler Die vier Evangcellisten haben vor 11 Jahren zusammengefunden. Fügung oder Zufall, ihre Vornamen gleichen denen der Evangelisten. Als ost-westdeutsches Ensemble, deren Mitglieder auch noch...