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Posts mit dem Label "Erich Sidler" werden angezeigt.

Die neuen sind alte Bekannte

DT Göttingen stellt künftiges Führungsteam vor Überraschend hatte DT-Intendant Erich Sidler im Oktober vorzeitigen Ausstieg beim Deutschen Theater bekannt gegeben. Der 60-Jährige begründete seinen verfrühten Abschied aus Göttingen mit den schwierigen finanziellen Perspektiven des Hauses . Nun haben die Gesellschafter das neue Leitungsteam vorgestellt. Künftig hat das Haus eine Doppelspitze und ganz oben sind zwei bekannte Gesichter. Sandra Hinz und Schirin Khodadadian (rechts) leiten künftig das DT GÖ gemeinsam . Foto: DT/Lena Kaempf  Sandra Hinz und Schirin Khodadadian übernehmen im Sommer 2027 gemeinsam die Verantwortung für das Theater am Wall. Nach eigenen Angaben bringen sie umfassende Expertise, institutionelle Erfahrung. Mit der Öffnung der Strukturen führe man einen Weg fort, der bereits unter Sidler begonnen habe, heißt es seitens der Gesellschafter. Sandra Hinz ist seit 2015 Geschäftsführerin und Verwaltungsleiterin des Deutschen Theaters Göttingen und verfügt über ...

Ganz entspannt in den Untergang

Sidler inszeniert im DT Göttingen den Kirschgarten im Down-Tempo "Der Kirschgarten" von Anton Tschechow hat in den letzten 120 Jahren immer wieder Konjunktur. Denn irgendwo ist ständig Untergang. DT-Intendant Erich Sidler greift das Offensichtliche auf und überrascht doch. Seine Inszenierung glänzt durch Ruhe und Analyse. Damit verschiebt er den Fokus weg vom Abwenden der Katastrophe hin zu den Ursachen. Die Botschaft ist eindeutig. Das Unglück ist keine Naturgewalt sondern von Menschenhand gemacht. Entscheidend ist nicht was kommen wird, denn das ist klar. Entscheidend ist die Frage, warum es so kommen musste, warum es alternativlos ist. Dabei arbeiten Sidler und das DT-Ensemble mit der Laubsäge und nicht mit der Axt. Statt der Versuchung zu erliegen, eine ganze Klasse in Bausch und Bogen zu verurteilen und der Geschichte zu überantworten, liefern sie feine Psychogramme von Menschen, die mit der Situation und mit sich selbst überfordert sind. So bietet die Göttinger Insz...

Gegen das Sedativum

Deutsches Theater Göttingen eröffnet “Tankstelle”  Das DT Göttingen hat noch einmal ein starkes Zeichen gesetzt und Theater in Corona-Zeiten neu definiert. Am Freitag eröffnete es die “Tankstelle” und mit diesem analogen Stück verabreichen Antje Thoms und Erich Sidler ein Gegengift gegen das Sedativum “streaming”. Geöffnet ist die Tankstelle täglich von 16.30 bis 18.30 Uhr. Am Karfreitag ist geschlossen.  Es scheint, als wäre ein Ufo am Wall hinter dem Deutschen Theater gelandet. Die Container, die sonst als Proberäume dienen, sind im Chick der 60-er Jahre verkleidet. Davor stehen Zapfsäulen aus derselben Zeit. Wer dicht genug herangeht, kann nicht nur “Blasenfrei zapfen” lesen, sondern auch riechen, dass die Geräte wirklich mal in Gebrauch waren.  Dort, wo am Turm sonst die Preise für den Treibstoff stehen, werden heute “Begegnung”, ”Musik”, “Appetit”, “Beweglichkeit” und “Liebe” angepriesen. Menschen in roten Overalls schwirren umher. Das Bodenpersonal macht die Ill...