Ein Sportroman, der nach innen schaut Uwe Prieser ist wieder voll auf der Höhe. Er hat sein Tief überwunden. Mit „Der Lauf ihres Lebens“ hat Deutschlands einziger Sportschriftsteller ein Buch vorgelegt, das nicht nur fesselt. Es überzeugt vor allem durch seine Tiefe, durch die Beobachtung und die Charaktere, die wirken wie von nebenan. Prieser hat zurückgefunden zu seiner einfachen und präzisen Sprache. Langatmige Satzkonstruktie wäre bei dem Thema auch nicht angebracht. Die Sprache scheint dem Sportteil entnommen und das gibt der Erzählung ein eigenes Tempo. Satz für Satz wie Schritt für Schritt über die lange Distanz. Das ist dem Thema angemessen. Dabei verzichtet Prieser zum Glück auf die Scheinwissenschaftlichkeit, der sich manche Sportjournalisten so gern bedienen. Er schaut lieber nach innen in die Athletinnen. Eben diese Reduktion lässt den Lesern ausreichend Platz, um mit eigenen Gedanken und Bildern vermeintliche Lücken zu füllen. Prieser nimmt sein Publikum ernst u...
Kritiken zum Kulturtreiben zwischen Göttingen und Goslar, zwischen Northeim und Nordhausen, zwischen hier und dort, über Theater und vieles mehr