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Der Himmel weinte ein wenig beim Konzert von Alsmann

Feucht-fröhliche Abschiedsparty im Kreuzgarten Es waren Götz Alsmann und Band, die 2004 die Tradition der Open Air Konzerte bei den Kreuzgangkonzerten begründeten. Danach kamen der Hr. Doktor und seine Combo regelmäßig zu rauschenden Musikfesten nach Walkenried. Am Montag lieferte das Quintett noch einmal ab und machte deutlich, was ein Konzert der Extraklasse ausmacht.  Im Gepäck hatte die Band das neue Album "Bei Nacht" und ist Grundlage des neuen Live-Programms. Nach vielen Versuchen in Rumba und Mambo macht das Ensemble damit einen Schritt zurück in Richtung Wurzeln. Es swingt, es jammt, es macht Spaß, die jazzigen Anteile dominieren und das ist gut so. Gemischt wird das ganze mit einem ordentlichen Schuss Schlager aus seinen besten Tagen. Es zieht sich durch den ganzen Abend: Hier treffen sich Ausnahmemusiker auf Augenhöhe. Götz Alsmann am Piano und Schlagwerker Altfrid M. Sicking treiben sich zu fantastischen Soli an. Manchmal bleibt auch Platz für die anderen, aber wen...

Wenn der Applaus donnert wie die tosende See

 Zucchini Sistaz bei den Kreuzgang Konzerten Zu dieser Auswahl kann man dem Team der Kreuzgangkonzerte nur gratulieren, denn besser konnte der Auftakt nicht sein. Die Zucchini Sistaz eröffneten die Spielzeit 2024 mit einem traumhaften Konzert und zum Schluss gab es Applaus, der wie die tosenden See donnerte. Damit toppte das Trio aus Münster die Premiere vor zwei Jahren. Die drei Damen haben ein neues Programm im Seesack und das lautet "Tag am Meer". Es geht um Sehnsüchte, Romantik und andere Klischees, die Landratten mit der Seefahrt verbinden. Es ist eine Thematik aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, als sich die Menschen in zahlreichen Krisen in die Ferne weggeträumt haben oder gehofft haben, dass der Seemann etwas Abwechslung in den Alltag bringt. Diese Phänomen erlebt derzeit eine Renaissance und deswegen ist es das richtige Programm für die Jetztzeit. Alle Frauen an Bord, es kann losgehen. Fotos: Kügler   Es ist eine Mischung aus Jazz, Blues und Rumba, die so schön tempo...

Sehr persönlich und fast schon lyrisch

Cloud 6 zeigt sich vielfältig auf dem neuen Album Spielerisch und leicht. Blues hat nicht immer was mit alten Männer, die über eine verflossene Liebe jammern. Es geht auch frisch und leicht. Das beweist Cloud 6 mit dem neuen Album "Leaving Home". Blues sei irgendwo zwischen Jazz, Swing, Rockabilly zu Hase, kalauerte mal Michael Arlt. Es ist ja wohl eher so, dass der Blues der Vater all dieser und noch viel mehr ist. Sei's drum. Auf jedem Fall bewgen sich die vier Musiker bei "Leaving Home" genau in diesem Bermudadreieck. Diese Vielfalt ist nicht der Orientierungslosigkeit geschuldet sondern dem tieferen Verständnis einer Musik, die auf Dogmen verzichtet. 11 Songs haben sie in diesem Album zusammengefügt und zeigen damit eine Vielfalt, die bei Newcomern überrascht. Das Tomtom-Gewummer beginnt, dann setzt die prägnante Stimme von Kim Shastri ein, dazu eine geslappte Gitarre ohne Effekte. Der Start ist rau und ungekünstelt und klingt ein wenig nach Jerry Le...

Alles bleibt anders

B.B. & The Blues Shacks wieder im Exil Wieder Gründonnerstag, wieder im Exil und wieder Cloud 6 als Support. Das klingt verdächtig nach "Some procedure as last year". Mitnichten. Auch in diesem Jahr war das Konzert von B.B. & Thes Blues Shacks in Göttingen wieder eine einzigartige Angelegenheit. Ihren Teil dazu tragen Cloud 6 bei. Kim Shastri und Nico Bauckholt haben ein neue Gefährten. Zum Heimspiel in Göttingen präsentieren sie zum ersten Mal das neue Line up. Das verschiebt die Akzente ein Stück weiter hin zu Kim Shastri. Der Sänger, Keyboarder und Mann an der Harp bestreitet nun 60% der Soli. Aber damit wird auch eine Entwicklung deutlich. Klangen Cloud 6 ein Jahr zuvor an selber Stelle noch rau und ungeschliffen, präsentieren sie sich in diesem Jahr reifer und runder und abwechslungsreicher. Der Anteil der Balladen ist deutlich gestiegen und es ist vor allem der Slow Blues "Worst Night of All", der das Publikum mitnimmt. Der Mann an den Tasten...

Reinkarnation schon am Gründonnerstag

Viel Blues macht Spaß mit Cloud 6 und B. B. & The Blues Shacks im Exil Ich kann wieder beruhigt schlafen, ich habe die Zukunft des Blues gesehen. Sie heißt Cloud 6, kommt aus Göttingen und durfte am Gründonnerstag die Halbgötter Arlt und deren Band beim Konzert im Exil unterstützen. Am Ende stand ein mitreißendes Konzert a, das zeigte, warum B. B. & The Blues Shacks Europas Nummer 1 in diesem Genre ist. Strategie ist nicht so die Sache der Brüder Arlt und ihrer Mitspieler. Hier wird nicht taktiert, von der ersten Minute an gehen B. B. and the Blues Shacks ein hohes Tempo, ein verdammt hohes Tempo. Da gibt es keine vornehme Zurückhaltung und vorsichtiges Einspielen. Das ist wohl auch ihr Erfolgsrezept. Mit den Brüdern Arlt feierte der Blues in Deutschland eine Wiederauferstehung als schon niemand mehr an ihn glaubte. Sie haben ihm die Vitalität und die Lebensfreude zurückgegeben, als er bereits in Selbstmitleid und Larmoyanz versunken war, als er schon längst von nickenden...