Shakespeares "Was ihr wollt" am DT Göttingen Poesie und Proll,zwischen diesen beiden Polen bewegt sich die Inszenierung von Moritz Beichl. Schräg, schrill und auch derb. Wer Gefallen am „Dinner for one“ findet, dem dürfte „Was ihr wollt“ im Deutschen Theater durchaus gefallen. Für alle anderen hat die Aufführung auch noch ein ganze Reihe von zärtlichen und lyrischen Momenten. Es ist letzte Komödie von William Shakespeare. Der aufkeimende Puritanismus nahm den Briten nach 1600 jeden Spaß am öffentlichen Lachen und verbannte Frauen von den Bühnen. Ob Shakespeare mit dem Verwirrspiel um Liebe und Triebe und Identitäten ein Zeichen setzen wollte gegen diese Entwicklung, das liegt schon nahe. Entsprechend der puritanischen Vorgaben musste seinerzeit ein junger Mann eine Frau spielen, die sich als junger Mann ausgibt. Das Trio infernale: Toby, Mary und Andy. Alle Fotos: Thomas Müller Unabhängig von diese sittlichen Überlegungen funktioniert das Werk auch und gerade...
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