“Tosca” verschenkt Potenzial in Sondershausen Mit der Inszenierung von Puccinis “Tosca” verabschiedet sich Regisseurin Annette Leistenschneider aus Nordthüringen und dem Südharz. Entsprechend hoch war die Messlatte bei der Premiere zu den Schlossfestspielen Sondershausen am Donnerstag. Doch die Erwartungen wurden nicht alle erfüllt. Die Aufführung zeigt stellenweise Defizite. Der Einstieg macht neugierig. Hyun Min Kim huscht als entflohener Häftling über die Bühne. Gekleidet ist der ehemalige Konsul Angelotti wie die Gefangenen in Guantanamo. Dazu hat ihn die Maske in einen Thüringer Wei Wei verwandelt. Das ist eine starke Aussage, in Zeiten in denen die Freiheit der Kunst von vielen Seiten unter Druck geraten ist. Religion ist ein Erfüllungsgehilfe der Macht. Alle Fotos: Ronny Ristock Dieses Motiv taucht immer wieder auf, bis es Hye Won Nam in der Rolle der Floria Tosca im zweiten Akt deutlich ausspricht. Der Maler Mario Cavaradossi ist ein anerkanntes Mitglied der römisch...
Kritiken zum Kulturtreiben zwischen Göttingen und Goslar, zwischen Northeim und Nordhausen, zwischen hier und dort, über Theater und vieles mehr