Eine Premiere aus dem Milieu Rotlicht ist Dokumentationstheater und die werkgruppe2 bringt mit ihrer neuen Produktion ein wenig Licht in das Halbdunkel der Prostitution. Grundlage der Eigenproduktion sind Interviews mit Sexarbeiterinnen, die Mitrabeiterinnen der werkgruppe2 im letzten Jahr geführt haben. Der Einblick in diese Welt, die zur Hälfte eben auch kleinbürgerliche Welt ist, gelingt entspannt und locker und ohne den Missionseifer einer Alice Schwarzer, ohne den moralischen Stinkefinger eine Alice Frohnert und auch ohne die schräge Lyrik und Romantik einer Domenica Niehoff. Die werkgruppe2 hilft, Klischees und Vorbehalte zu überwinden, dafür bedankt sich das Publikum zum Schluss mit stehenden Applaus. Damit ist Rotlicht auch Therapietheater. Drei Musikerinnen betreten die Bühne und bringen im Ambient-Sound dem Publikum den Slogan des Abends nahe: Ruf mich an! Das bleibt im Kopf und für die Umsetzung wird gesorgt. Schon im Foyer ist die Aufforderung zu lesen: Handys ...
Kritiken zum Kulturtreiben zwischen Göttingen und Goslar, zwischen Northeim und Nordhausen, zwischen hier und dort, über Theater und vieles mehr