Theater Nordhausen zeigt einen Rigoletto, bei dem alles stimmt Am Ende bekommt er die Höchststrafe. Rigoletto, der Narr, der sich mit den Mächtigen angelegt hat, fällt tief, verliert seine Tochter und muss dennoch weiterleben. Bis es soweit ist, zeigt die Operkompanie des Theater Nordhausen bei der Premiere eine Inszenierung, an der alles stimmig und nichts zuviel ist. Kürzer gesagt: Katharina Thoma ist eine ganz große Oper gelungen. Grundlage dieser überragenden Leistung ist das Loh-Orchester unter Markus Frank. In der Ouvertüre zeigt das Orchester, dass es die vielen Tonarten des Unglücks meisterhaft beherrscht. Die Bläser flüstern erst und blähen sich dann auf, die Streicher brummen drohend, wachsen an und begleitet von den Pauken finden sich alle im Crescendo zusammen, um am Ende einen zerquetschten Rigoletto zu hinterlassen. Denn das Bühnengeschehen beginnt in Nordhausen noch vor dem ersten Akt. Auf der abgedunkelten Bühne irrt der Narr im Gegenlicht zwischen zwei Treppenr...
Kritiken zum Kulturtreiben zwischen Göttingen und Goslar, zwischen Northeim und Nordhausen, zwischen hier und dort, über Theater und vieles mehr