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Im Wald da sind die Räuber

Eine Inszenierung voller Tempo auf der Waldbühne Benneckenstein.  Mit einem Klassiker auf zu neuen Ufern. “Die Räuber” eröffneten am Freitag das TheaterNatur-Festival. Für die Inszenierung von Janek Liebetruth gab es bei der Premiere von den 400 Zuschauern minutenlang stehende Ovationen. Es scheint, als habe die Region auf diese Form des zeitgemäßen Theaters gewartet. Das Bühnenbild von Hannes Hartmann sorgt für Hingucker. Es ist auf das nötigste reduziert. Eine weiße Bühne wird von einer weiße Wand begrenzt. Links oben blinkt eine Videoinstallation, rechts führt eine Tür in den Bühnenhintergrund. Auf der Bühne links eine junge Birke, rechts ein Wasserbecken. Später werden einige Akteure versuchen, sich hier zu reinigen. Das Ganze ist von einem Baugerüst umrahmt. Auf jeden Fall machen Liebetruth und Hartmann deutlich, das es hier um elementare Dinge. Nichts unnötiges soll vom Text ablenken. Das Gerüst dient auch als Balkon und macht den Kunstgriff möglich, die Kontrahente...

Eine Annäherung an Schiller

Laberenz inszeniert die Jungfrau mit Studio-Appeal Der Krieg ist immer eine Tragödie und deswegen muss Schillers "Johanna von Orleans" auch tödlich enden. Die Frage ist nur, wie der Weg auf den Scheiterhaufen führt. Mit seiner Inszenierung  hat Martin Laberenz eine zeitgemäße Annäherung an Schillers Stück über Berufung und Töten auf die Bühne des Deutschen Theaters in Göttingen gebracht, die eine Antwort auf diese Frage liefert und auch eine Neuinterpretation der Jungfrau ermöglicht. Dass diese Aufführung ein Herantasten ist, ein Werkstück werden soll, macht der Einstieg deutlich. Der Vorhang ist offen, die Schauspieler sitzen auf der kargen Bühne, unterhalten sich, stehen auf,gehen, kommen wieder. Sie laufen sich warm für die Auseinandersetzung Ensemble gegen Schiller, ist der erste Eindruck. Hier wird gleich gearbeitet, schweißtreibend und nicht hochtrabend, und Schiller wird vom hohen Sockel des deutschen Nationaltheaters geholt. Da sind immer wieder die Baumstämme. ...