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Posts mit dem Label "Klassik" werden angezeigt.

Musik an einem verzauberten Ort

Die vier Evangcellisten gastieren bei Theaternatur Das Cello gehört zu den Instrument, die am häufigsten unterschätzt werden. Das bewies das Konzert der Evangcellisten beim Theaternatur-Festival. Erst nach zwei Zugaben entließ das Publikum die Musiker von diesem verzauberten Ort. Es ist eine Szenerie so surreal wie ein Film von Bunuel. Mitten zwischen hohen Fichten steht eine Bühne, darauf vier Notenständer und vier weiße Stühle. Eine weiße Wand blockiert den Blick ins Dunkelgrüne und lenkt die Aufmerksamkeit ganz auf die Musiker. Ein Quartett mit Kammermusik ist der Ausdruck häuslichen und heimischen Musikgenuss.Dies nun in die Natur zu verlegen, baut einen Kontrast auf, der diesen Ort verzaubert Eine Szenerie wie bei Luis Bunuel: Celli mitten im Wald.     Alle Fotos: Kügler Die vier Evangcellisten haben vor 11 Jahren zusammengefunden. Fügung oder Zufall, ihre Vornamen gleichen denen der Evangelisten. Als ost-westdeutsches Ensemble, deren Mitglieder auch noch...

Trennung ohne Schmerz

David Orlowski Trio verabschiedet sich mit einem fulminanten Konzert Es ist alles gespielt, es ist alles gesagt. So kann man ruhigen Gewissens auseinandergehen Mit einem fulminanten Konzert verabschiedete sich am Sonnabend das David Orlowsky Trio von seinem Publikum in Walkenried. Nach zwanzig Jahren trennt sich das Ensemble im Herbst. Die drei Musiker gehen dann eigene Wege. Auf der Liste ihrer Abschiedstournee stehen nur Orte, die den Dreien besonders am Herzen liegen. Dabei war allein die Präsenz in Walkenried schon eine Auszeichnung genug. Das Auftritt war dann das Sahnehäubchen. Vielleicht lag es auch an der Kabbala. Immerhin war es der siebte Auftritt des Trios bein den Kreuzgangkonzerten und die Sieben ist nach jüdische Mystik eine heilige Zahl. Der Beginn ist fließend. Florian Dohrmann zupft die Saiten des Bass vorsichtig, Jens.Uwe Popp gibt etwas Gitarre dazu. Dann meldet sich Orlowsky zurückhaltend zu Wort. In den Schöpfungsgeschichten hat der Gott den Wesen das Leben...

Keiner hat sich im Kräutergarten verirrt

Family Clash: Die Gebrüder Gerassimez begeistern in Nörten Von wegen Familienstreit. Am Freitag entführten Alexej, Wassily und Nicolai Gerassimez bei den niedersächsischen Musiktagen ihr Publikum in ihre kunterbunte Welt aus Jazz, Klassik und Tango. Zur Musik auf allerhöchstem Niveau gab es noch eine unterhaltsame Show mit Augenzwinkern. Die drei Brüder sind ganz bestimmt ein Glücksfall für die Musik. In eine Musikerfamilie geboren, lernten sie schon von frühester Kindheit an ihre Instrumente und wurden auch schon früh mit Preisen ausgezeichnet. Die Ankündigung hatte ein mitreißendes, homogenes und nahezu intuitives Zusammenspiel versprochen. Der Auftritt im Atrium des Gräflichen Landsitz Hardenberg übertraf die Erwartungen. Das zarte Klavierspiel von Nicolai Gerassimez leitet das Präludium von Johann Sebastian Bach ein. Behutsam gesellt sich das Vibraphon dazu. Mit dem vorsichtigen Spiel von Wassily Gerassimez am Cello ist die außergewöhnliche Besetzung komplett. Dann tritt das...

Ein Konzert, das nie enden dürfte

PKOW und Liv Migdal spielen in Benneckenstein die 8 Jahreszeiten Persönliche Erklärung: Da fährt man in die Berge, um eines seiner Lieblingsstücke zu hören und dann kommt man zurück und hat ein ganz anderes neues Lieblingsstück. Herrlich. Vorspann: Gegensätze und Gemeinsamkeiten, Referenz und Differenz in einem Konzert. Das war die 8 Jahreszeiten des Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode und Stargast Liv Migdal beim Theaternaturfestival. Das Konzert auf der Waldbühne in Benneckenstein war eins von denen, die nie enden dürften oder zumindest doppelt so lang sein müssten. Kleine Besetzung in ungewohnter Sitzordnung. Alle Fotos: Kügler Vivaldis Zyklus "Vier Jahreszeiten" gehört zum kollektiven Gedächtnis der Menschheit. Es soll keine Werk geben, das so oft eingespielt wurde, wie das Werk des Venezianers. Mit den Mittel der Barockmusik ist es ein ganzjährige Klimabeschreibung und dies macht es so eingängig, das das Publikum regelmäßig wetterfühlig wird...

Kammermusik fasziniert immer noch

Solisten des Gewandhausorchesters verzaubern den Sonntagabend Wer schon das Ende der Kammermusik herbei schreiben will, der hätte am Sonntag im Kloster Walkenried sein müssen. Vor ausverkauftem Haus bewiesen die Bläsersolisten des Gewandhausorchesters, dass diese Sparte lebendig ist wie eh un je. Trotz einer kurzfristigen Umbesetzung agiert das Ensemble souverän, präzise und leichtfüßig. Zum Schluss bedankte sich das Oktett mit einer Zugabe. Carlo Schütze am Kontrafagott wurde zum Hitzeopfer und musste kurzfristig absagen. Zudem ersetzte Johannes Hund kurzfristig am Fagott. Den Verlust konnte das Ensemble aber mehr als wettmachen. Philipp Tondre legt vor, .... Alle Fotos: Kügler Beim Thema Literatur setzten die Leipziger auf Bewährtes. Mozart - Beethoven - Mozart war die Abfolge. Für seine Entstehungszeit war Mozart Serenade in c-Moll ein Tabubruch. Ein Abendständchen in Moll, so etwas gab es bis dahin nicht. Dabei blieb des Salzburger im Aufbau dem Standard verpflichtet ...

Kurz und knackig im Kloster

Salomo Schweizer begeistert mit dem Staatsorchester Braunschweig Kurz und klasse. so kann man den Auftritt des Staatsorchester Braunschweig bei den Kreuzgangkonzerten am Sonntag bezeichnen. Neben einem Ensemble in Hochform gab es mit Salomo Schweizer einen Solisten an der Oboe, der wohl am Anfang einer großen Karriere steht. Dabei ist das Ensemble in kleiner Besetzung angetreten, schließlich stand im Stammhaus zur gleichen Zeiten noch eine Oper auf dem Programm. Das ist eher als Gewinn zu verbuchen und entspricht den Bedingungen im Kreuzgang. Zudem kennt Gastdirigent Gerhard Schaller die Räumlichkeiten und ihre akustischen Besonderheiten und er weiß diese Kenntnisse in Musik und Wohlklang umzusetzen. Haydn, Mozart und noch einmal Haydn stand auf dem Programm. die Sinfonie Nr. 6 G-Dur, auch „Le Matin“ genannt, ist gekennzeichnet vom Übergang des Barocks in die Frühklassik. Haydn vertraut hier auf Rückgriffe auf bewährte Musizierpraxis. Josef Ziga spielt die erste Geige. Alle...

Wirklich eine Klasse für sich

GSO gastiert bei den Kreuzgangkonzerten Das Heimspiel war wohl zugleich das Abschiedsspiel. Am Sonntag stellte sich das Göttinger Symphonie Orchester (GS0) unter der Leitung von Christoph-Mathias Mueller im Kloster Walkenried vor. Besonders Solist Timothy Hopkins begeistert mit seinem Cello-Spiel das Publikum. Ohne Zugabe durfte das Ensemble die Heimreise nicht antreten. Nach dem Loh-Orchester und dem Braunschweiger Staatsorchester war mit dem GSO der dritte große Klangkörper aus der Region zu Gast im Kreuzgang. Überschrieben war das Konzert mit "Klasse! Klassik!" und diesem Anspruch wurde das Orchester wohlauf gerecht. Den Auftakt machten die Ouvertüre und der "Reigen seliger Geister" aus der Oper "Orfeo ed Euridice" von Christoph Willibald Gluck. Eigentlich kann man nicht besser in einen Klassik-Abend starten, als mit einem Werk, dass das Ende des Barocks einläutete und damit am Übergang zu einer neuen Zeit steht. Die Streicher dominierten d...

Abschied mit Premiere

Abegg Trio verabschiedet sich mit Beethoven Man soll gehen, wenn's am schönsten ist. Auf ihrer Abschiedstournee schaute das Abegg Trio noch einmal in Walkenried vorbei. Dabei zeigte es, warum es auch nach vierzig Jahren immer noch zu den Spitzenensembles in Sachen Kammermusik gehört. Seit 1976 musizieren Ulrich Beetz, Birgit Erichson und Gerrit Zitterbart zusammen. 1976? Damals zog David Bowie  gerade nach Berlin und die Puhdys kündigten ihre erste Abschiedstournee an. Die Schmuserocker sind immer noch unterwegs in Sachen Aufhören und wie die Sache mit David Bowie ausgegangen ist, dürfte bekannt sein. Der Kapitelsaal ist  ein geschlossenes   Die erste Premiere zum Abschied war der Spielort. Zum ersten Mal wurde es an diesem Abend die Kammermusik nicht im Kreuzgang sondern im Kapitelsaal dargereicht. Die Verlegung hat sich ausgezahlt. Der Kapitelsaal bietet eine intime Atmosphäre, die zurückführt zu den Anfängen der Kammermusik als musikalisches Ereignis für e...

Unterhaltsame Lehrstunde in Sachen Klassik

Ein leichter Sommerabend mit dem Staatsorchester Braunschweig So gefällig kann Musikunterricht als auch sein. Mit dem Programm "Klasse! Klassik!" hat das Staatsorchester Braunschweig eine Lehrstunde in Sachen Klassik erteilt und es klang nicht einmal im entferntesten nach Belehrung. Nein, es sind einfach drei Stücke, die einen unterhaltsamen Querschnitt durch die Epoche bilden, präsentiert von einem überzeugenden Orchester und einer überragenden Solistin. Ob Lehrstunde oder nicht, am Ende fühlte sich das Publikum gut unterhalten und erklatschte sich eine klassische Zugabe. Manche Orchester sind wie ein Ufo. Alle Fotos: tok  Ob nun Wolfgang Amadeus Mozart im Alter von 8 Jahren wirklich seine Sinfonie Nr. 1 selbst geschrieben hat oder ob der Vater maßgeblich die Feder führte, auf jeden Fall kann man hier bereits die Leichtigkeit des späteren Mozarts erkennen. Diese Leichtigkeit transportiert das Staatsorchester Braunschweig bestens. Gerd Schaller entlockt ihm eine...

Im Wald da sind die Räuber

Eine Inszenierung voller Tempo auf der Waldbühne Benneckenstein.  Mit einem Klassiker auf zu neuen Ufern. “Die Räuber” eröffneten am Freitag das TheaterNatur-Festival. Für die Inszenierung von Janek Liebetruth gab es bei der Premiere von den 400 Zuschauern minutenlang stehende Ovationen. Es scheint, als habe die Region auf diese Form des zeitgemäßen Theaters gewartet. Das Bühnenbild von Hannes Hartmann sorgt für Hingucker. Es ist auf das nötigste reduziert. Eine weiße Bühne wird von einer weiße Wand begrenzt. Links oben blinkt eine Videoinstallation, rechts führt eine Tür in den Bühnenhintergrund. Auf der Bühne links eine junge Birke, rechts ein Wasserbecken. Später werden einige Akteure versuchen, sich hier zu reinigen. Das Ganze ist von einem Baugerüst umrahmt. Auf jeden Fall machen Liebetruth und Hartmann deutlich, das es hier um elementare Dinge. Nichts unnötiges soll vom Text ablenken. Das Gerüst dient auch als Balkon und macht den Kunstgriff möglich, die Kontrahente...

Loh-Orchester als Klassik-Klangkörper der Extraklasse

GMD Markus Frank verabschiedet sich mit einem fulminanten Konzert Im Sommer wird Markus Frank das Loh-Orchester verlassen und an seine alte Wirkungsstätte nach Dessau zurückkehren. Am Sonntag verabschiedete sich der Generalmusikdirektor mit einem fulminanten Konzert im Kreuzgang von seinen Freunden im Südharz. Das Loh-Orchester präsentierte er dabei als Klassik-Klangḱörper der Extraklasse. Unter dem Titel "Meisterhafter Mozart - himmlicher Haydn" stand eine Zeitreise durch diese Gattung auf dem Programm. Los ging es bei Gluck, über Haydn und die beiden Mozarts führt der Weg zum selten gespielten Woelfl. Diese Zusammenstellung entpuppte sich im Laufe des Abends als musikalisches Menü für Feinschmecker. Die Celli warten auf den Einsatz. Alle Fotos: tok Herzstück des Konzerts war vor allem der brillante und transparente Klang des Orchesters, der alle Instrumenten zur Geltung kommen ließ. Dazu gesellten sich Kraft und Dynamik, die in gewohnter Weise das Spiel des Lo...

Gern gesehene Gäste

Das Bremer Kaffeehaus-Orchester beendete die 32. Saison der Kreuzgangkonzerte Das Jahr 2015 war für die Kreuzgangkonzerte ein Jahr mit wichtigen Änderungen und Weichenstellungen. Der musikalische Leiter Thomas Krause zeigte sich beim  Abschlusskonzert am Montag zufrieden mit dem abgelaufenen Jahr. Für 2016 versprach er einen Mix aus Bewährten und Überraschungen. Das letzte Wort im Kreuzgang hatte dann das Bremer Kaffeehaus-Orchester. Das Quintett begeisterte mit seiner Mischung aus Klassik, Swing, Rock und musikalischen Nonsens. Wenn man sich zur Silvester seit Jahren dieselben Gäste einlädt, dann hat man eine Vorahnung, was die Besucher so alles zu mitbringen werden, im Guten wie im Bösen. Ähnliches gilt für das Bremer Kaffeehaus-Orchester und ihr Gastspiel im Walkenrieder Kreuzgang. In Kategorien gedacht, gehört das Orchester aus der Hansestadt eher in die Schublade Bewährtes, das nicht vor Überraschungen schützt. Schließlich kommen die Männer um Constantin Dorsch seit 15 Jah...