Premiere der Festspieloper im DT Göttingen Immo Karaman hebt “Siroe, Re di Persia” auf ein bürgerliches Niveau Eigentlich weiß niermand so recht, warum die Legende um die Ränke am Hofe der Sassaniden zu den selten aufgeführten Werken Händels gehört. Dabei hat “Siroe, Re di Persia” allse zu bieten, was man von einer Oper erwartet. Auf jeden Fall nimmt man so keine fertigen Bilder mit in die Aufführung, wohl aber bleibende Eindrücke nach der Inszenierung in Göttingen. Die Regie Immo Karaman und das Bühnenbild von Timo Dentler haben eine Festspieloper geschaffen, die lange nachwirkt und es in der Verarbeitung ihre ganze Tiefe offenbart. Getragen wird die Inszenierung von einem glänzenden Festspielorchester. Unter der Leitung von Laurence Cummings zeigt es sich als dynamsicher Klangkörper, dessen Einzelteile und dessen Gesamtheit überzeugen, als gleichwertiger Partner zu den Sängern, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Getragen wird die Göttinger Inszenierung vor allem...
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