Direkt zum Hauptbereich

Ein Traum wird wahr

Kultur in der Pampa - Festival auf der Waldbühne Benneckenstein


Bevor ich mich in den Urlaub verabschiede, habe ich noch einen Tipp: Das Theaternatur-Festival vom 9. bis 16. August in Benneckenstein.


Es bietet eine breite Palette kleiner und großer Veranstaltungen aller darstellenden Künste. Kernstücke des Festivals sind zwei Eigenproduktionen, Der Besuch der alten Dame und HARZ/HEIMAT (AT). Darüber hinaus wird es Gastspiele aus den angrenzenden Bundesländern, spannende Konzerte und ein performatives Rahmenprogramm geben. Begleitend zu den Inszenierungen werden Workshops für Jugendliche und Erwachsene angeboten werden, die von eingeladenen Theaterpädagogen geleitet und wiederum von den jeweiligen Schauspielern, Sängern und Regisseuren aus den Ensembles unterstützt werden.

Für Schiller ist Theater eine „moralische Anstalt“. Diesen Leitspruch nimmt das THEATERNATUR Festival, beginnend in diesem Sommer, zum Vorbild. Die Inszenierungen aus allen Sparten der Darstellenden Künste dienen nicht nur der Unterhaltung, sondern sollen die Besucher aktivieren und Denkanstöße geben sich, mit der Harzregion auseinanderzusetzen. Die kulturelle und literarische Vielfalt über und aus der Harzregion, wie Mythen, Sagen, Romane und Dramen, bilden daher die Grundlage für eine künstlerische Auseinandersetzung mit aktuellen, gesellschaftsrelevanten und impulsgebenden Themen.

Karten für alle Veranstaltungen sowie Festivalpässe können ab sofort über unsere Website www.theaternatur.de bestellt werden. Dort gibt es auch genaue Infos zu den einzelnen Veranstaltungen und den beteiligten Künstlern (das ein oder andere bekannte Gesicht aus Film und Fernsehen ist vielleicht dabei).


Die offizielle Website

Die Facebook-Seite

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Viel Abwechslung mit nur einem Instrument

Vier Cellisten beim Kammerkonzert im Kunsthaus Wer Piazzolla spielt, kann kein schlechter Mensch sein. Schon gar nicht, wenn´s gleich zweimal Piazzolla ist. Bis es soweit ist, darf das Publikum einige andere Highlights beim Kammerkonzert der vier Cellisten im Kunsthaus Meyenburg erleben. Das Programm ist zweigeteilt. Vor der Pause gibt es bedächtige Romantik, nach der Pause wird es rhythmusbetont. Kein Grund zur Besorgnis: Das Cello schafft das schon. Das Instrument und das Ensemble bringen dafür ausreichend Potential mit. Erst klassisch, .... Den Auftakt macht Joseph Haydn und sein "Divertimento in D-Dur". Dies hat er einst für eben die Besetzung des Abends geschrieben, für vier Celli. Im zweiten Satz ist das Quartett das erste Mal gefordert. Das Allegro di molto verlangt ein präzises Zusammenspiel, damit der Dialog der Instrument funktioniert und er funktioniert. Im Allegretto des anschließenden Menuetts zeigt Sebastian Hennemann, dass ein Cello tanzen und hüpfen kann...

Eine Inszenierung auf Tratsch-Niveau

 Im DT Göttingen bleibt "Der junge Mann" an der Oberfläche Zu viel Narrativ, zu wenig Analyse. Die Inszenierung von Jette Büshel leidet an Oberflächlichkeit. Die Figuren werden nicht ausgelotet. Deswegen war die Premiere von "Der junge Mann" am 3. November zwar unterhaltsam, ging aber nicht unter die Haut. Das ist schade für das Ein-Personen-Stück auf der Studio-Bühne. In der autofiktionalen Erzählung "Der junge Mann" berichtet Annie Ernaux von ihrer zurückliegenden Beziehung zu einem 30 Jahre jüngeren Mann. Das Buch liegt seit dem Frühjahr in deutscher Übersetzung vor und postwenden haben Jette Büshel und Michael Letmathe ein Stück für das DT Göttingen draus gemacht. Strube bereit zur Berichterstattung. Alle Fotos: Lenja Kempf/DT GÖ Der erste Ansatz verpufft gleich. Seit der Ehe von Brigitte Trogneux und Emmanuel Macron haben Beziehungen zwischen älteren Frauen und jungen Männer so gar nix skandalöses mehr an sich. Auch das Duo Klum-Kaulitz hat null S...

Turandot vergibt jede Menge Chancen

 Puccini-Oper wirkt wie Schülertheater Es bleibt dabei. Mit der Oper "Turandot" setzt das Theater Nordhausen den Reigen der belanglosen Aufführungen fort. Dabei bietet doch gerade dieses Werk von Puccini dutzendweise Anknüpfungspunkte zur Jetztzeit. Stattdessen serviert Benjamin Prins eine Ausstattungsoper, der man den Staub von hundert Jahren anmerkt. Puccini gilt als der letzte Vertreter des Verismo, also der italienischen Operntradition, auf der Bühne die gesellschaftliche Realität abzubilden. Aber auch er musste seine "Turandot" in die Vergangenheit und in ein fernes Land verlegen, um Kritik an der Gegenwart zu üben. Immerhin hatten zwei Jahre zuvor die Faschisten die Macht in Italien übernommen. Somit kann man König Timur durchaus als Abbild des entmachteten Viktor Emanuel III. betrachten kann. Nächste Parallele: Wie die Faschisten berufen sich die neuen Opernherrscher auf eine tausendjährige Tradition. Sohn und Vater können vorerst nicht zueinanderfinden.    ...